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Bilanzen vorgestellt

Diözese Würzburg und Bischöflicher Stuhl zu Würzburg legen Jahresabschlüsse 2019 vor

Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg hat die Jahresabschlüsse 2019 der Diözese Würzburg und des Bischöflichen Stuhls zu Würzburg am Donnerstag, 10. Dezember, veröffentlicht. Die Rechnungslegung der Diözese und des Bischöflichen Stuhls sind nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB) dargestellt. Erstmals wurde für die Diözese ein konsolidierter Jahresabschluss erstellt, in dem auch die selbst bilanzierenden Einheiten der Diözese wie Bildungs- und Tagungshäuser ausgewiesen sind. Beide HGB-Jahresabschlüsse wurden von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft und testiert. Der Diözesansteuerausschuss beziehungsweise der Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls haben die Jahresabschlüsse bestätigt und anerkannt. Sie sind im Internet unter https://finanzen.bistum-wuerzburg.de/bilanzen/ veröffentlicht.

Jahresabschluss Diözese Würzburg

Konsolidiert liegen die Gesamterträge der Diözese Würzburg im Jahr 2019 bei 246,3 Millionen Euro. Die Erträge aus der Kirchensteuer betrugen 182,9 Millionen Euro, die Umsatzerlöse liegen bei 12,8 Millionen Euro. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 50,6 Millionen Euro ist ein Darlehensverhältnis in Höhe von 19,1 Millionen Euro enthalten, das ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zu erfassen war. Somit liegen die sonstigen betrieblichen Erträge, bereinigt um diesen einmaligen Sondereffekt, im Jahr 2019 bei zirka 31,7 Millionen Euro.

Dem stehen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 269,9 Millionen Euro gegenüber. Sie fließen vor allem in Seelsorge, Caritas und an die Kirchengemeinden. Die Personalkosten sind um rund 5,4 Millionen Euro auf 124 Millionen Euro gesunken. Der Anstieg der Aufwendungen in Höhe von 28,1 Millionen Euro auf 105,6 Millionen Euro für Zuschüsse und Zuweisungen ergibt sich aus Bau- und Investitionszuschüssen für Kirchenstiftungen und Kindertagesstätten mit 52,6 Millionen Euro sowie Zuschüssen an die Caritas und andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen mit 38,7 Millionen Euro. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 29,7 Millionen Euro sind insbesondere Grundstücks- und Instandhaltungsaufwendungen für Immobilien sowie Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Bildungskosten enthalten.

Das Finanzergebnis (-17,9 Millionen Euro) enthält im Wesentlichen die Erträge aus Wertpapieren in Form von Ausschüttungen und Zinserträgen festverzinslicher Wertpapiere (2,1 Millionen Euro) sowie vereinnahmte Darlehenszinsen (0,2 Millionen Euro). Der ertragswirksamen Erfassung eines Darlehensverhältnisses steht eine Wertberichtigung (19,1 Millionen Euro) im Finanzergebnis in gleicher Höhe gegenüber.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 40,7 Millionen Euro für die Diözese Würzburg ergibt sich nach Angaben von Bischöflichem Finanzdirektor Sven Kunkel im Wesentlichen aus bereits genehmigten Finanzierungszusagen der vergangenen Jahre für Zuschüsse und Zuweisungen für den Bau von Kindergärten, Kirchen, Pfarrhäusern und Pfarrheimen. Diese bereits fest zugesagten und stiftungsaufsichtlich genehmigten Finanzierungspläne wurden im Rahmen des erstmalig konsolidierten Jahresabschlusses nach HGB ausgewiesen.  

Die Bilanz 2019 der Diözese Würzburg weist ein Anlagevermögen in Höhe von 192,6 Millionen Euro und ein Umlaufvermögen von 37,6 Millionen Euro auf. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wert des Gesamtvermögens um rund 7,5 Millionen Euro auf 230,8 Millionen Euro erhöht. Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem höheren Wert der Finanzanlagen um 14 Millionen Euro zum Bewertungsstichtag zum Jahresende.

Auf der Passivseite stehen den Rückstellungen in Höhe von 74,9 Millionen Euro Verbindlichkeiten von 28,9 Millionen Euro und Zuschüsse für Investitionskosten (Sonderposten) mit 8,3 Millionen Euro gegenüber. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2019 rund 118,6 Millionen Euro. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 51,3 Prozent. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und Finanzanlagen) ist damit überwiegend durch Eigenkapital gedeckt.

Jahresabschluss Bischöflicher Stuhl

Der Bischöfliche Stuhl zu Würzburg sorgt im Wesentlichen für die Altersversorgung der Priester. Er weist in seinem Jahresabschluss 2019 Rückstellungsverpflichtungen in Höhe von 318,2 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind 273,8 Millionen Euro für Pensionsverpflichtungen und die Altersversorgung. Weitere Rücklagen dienen der Absicherung dieser Verpflichtungen, die sich insbesondere aus dem aktuell niedrigen Zinsumfeld ergeben. Die Verbindlichkeiten auf der Passivseite betragen 63,1 Millionen Euro und setzen sich unter anderem zusammen aus Darlehensverbindlichkeiten von 58,1 Millionen Euro und Verbindlichkeiten aus Treuhandvermögen von vier Millionen Euro.

Auf der Aktivseite steht dem ein Gesamtvermögen von rund 411,3 Millionen Euro gegenüber. Dabei beläuft sich das Finanzanlagevermögen auf 295,4 Millionen Euro, das Sachanlagevermögen auf weitere 52 Millionen Euro. Außerdem zählt das Umlaufvermögen mit 63,8 Millionen Euro zur Aktivseite, wozu bilanzierte Darlehen, zumeist an kirchliche und karitative Rechtsträger, sowie Guthaben bei Kreditinstituten zählen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich für 2019 auf knapp 20,9 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem die Zuführung zur Pensionsrückstellung mit 20 Millionen Euro, aufgrund des aktuell niedrigen Zinsumfeldes und der daraus resultierenden Erhöhungen der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

(5120/1281; E-Mail voraus)

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