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Dokumentation

Erläuterungen von Domkapitular Christoph Warmuth und Pastoralreferentin Monika Albert zum Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“

1. Anlass Veränderte Rahmenbedingungen von und in Kirche: Rückgang von Personal, Finanzen, Gläubigen. Wie kann sich Kirche angesichts der veränderten Rahmenbedingungen in einem ländlichen Bistum Würzburg so aufstellen, dass sie auch in Zukunft zugänglich, erkennbar und erreichbar bleibt?

2. Programmauftrag

Es geht um Inhalt und Struktur einer künftigen Pastoral im Bistum Würzburg, die eine den Menschen zugewandte und auf Gott ausgerichtete Lebensweise verwirklicht und eine spirituelle, geistig geprägte, im jeweiligen Kontext verständliche und solidarische Pastoral umsetzt.

3. Programmarchitektur – Zeitplan

Das Programm „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ (GKS) ist bis Ende 2025 terminiert.

Die Erprobungsphase endet in diesem Jahr mit einem Diözesanforum am 24. Oktober im Vinzentinum in Würzburg-Grombühl. Ziel der Erprobungsphase war und ist es, neue pastorale Modelle und Formen der Zusammenarbeit in den angedachten Räumen zu erproben. Alle angedachten Räume werden bis Ende des Jahres geographisch umschrieben sein.

Daran schließt sich bis Ende 2022 die Gestaltungsphase an. Ziel dieser Phase ist es, ein pastorales Konzept für den umschriebenen Raum zu erarbeiten. Dazu wird es einen inhaltlichen Rahmen geben, innerhalb dessen die einzelnen pastoralen Konzepte entwickelt werden. Die erprobten Formen der Zusammenarbeit werden nun verbindlich in den Räumen etabliert.

Wieder bildet ein Diözesanforum den Übergang von der Gestaltungsphase zur Implementierungsphase. In dieser werden die erarbeiteten Konzepte auf ihre Praktikabilität überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. Das Programm wird Ende 2025 offiziell abgeschlossen.

4. Organisation

Im Programm GKS sind vier Hauptaufgaben zu unterscheiden:

  • Beraten
    Der Bischof als Auftraggeber wird von den diözesanen Gremien beraten.
  • Lenken
    Das Programm steuern Generalvikar Thomas Keßler als Programmauftraggeber, der Programmverantwortliche Domkapitular Christoph Warmuth und ein Lenkungskreis, der sich im Januar konstituiert hat.
  • Managen
    Für den operativen und koordinierenden Part ist die Programmleiterin Pastoralreferentin Monika Albert verantwortlich. Zu ihrer Aufgabe gehört auch, die Fülle an Aufgaben und Inhalten, die mit dem Auftrag verbunden sind, in einzelne Projekte aufzugliedern.
  • Umsetzen
    Diese Aufgaben und Inhalte werden von den Projektleiter/innen in einzelnen Projekten umgesetzt.

5. Struktur

Der inhaltlichen Struktur des Programms ist die Frage nach dem Auftrag und Selbstverständnis von Kirche priorisiert vorangestellt. Dieses Projekt ist bereits etabliert. Es erarbeitet den inhaltlichen Rahmen als Orientierungsrahmen für die pastoralen Konzepte, die in der Gestaltungsphase erstellt werden. An diesem Orientierungsrahmen werden sich auch die nachfolgenden Projekte messen lassen.

Zu den Projekten, die sich mit der äußeren Struktur der Räume befassen, gehören:

  • Dekanate
    Die Frage nach einer mittleren Ebene, welche Aufgaben dort angesiedelt sind, wie sie ausgestattet ist und wie Schnittstellen zu den anderen Ebenen optimiert werden.
  • Pastorale Räume
    Auf Grundlage von diözesanen, sozialraumorientierten Kriterien entsteht derzeit eine neue Landkarte für das Bistum Würzburg, die im Herbst diesen Jahres stehen soll. Auf Wunsch von Bischof Dr. Franz Jung wurde bis Ende Januar mit Voten aus Seelsorgekonferenzen und Dekanatsräten der Grad der Zustimmung zu den derzeit angedachten Räumen ermittelt. Abgesehen von einem Dekanat liegen uns alle Voten vor. Die Voten drücken eine große Zustimmung aus.
  • Personal
    Erstellen eines umfassenden Personalplans (20222030) für den Einsatz des gesamten Personals im Bistum Würzburg.

Die nachfolgenden Projekte beschäftigen sich damit, wie Menschen und Mitarbeiter/-innen sich in den Räumen engagieren und arbeiten:

  • Leitungsformate
    Erarbeiten von rechtlich verbindlichen Leitungsmodellen in pastoralen Räumen.
  • Kooperationsformate
    Konzepte und Rahmenbedingungen, die die Zusammenarbeit von haupt und ehrenamtlich Engagierten, Pastoral und Caritas, Kategorie und Territorium fördern und Synergien schaffen.
  • Verwaltung
    Erarbeitung eines Konzeptes für Verwaltungsunterstützung (Verortung, Arbeitsumschreibung, Finanzierbarkeit, Subsidiarität, Kooperationen).
  • Unterstützungskonzept
    Entwickeln und Bereitstellen von Ressourcen (finanziell, personell) und Materialien für die Gestaltungsphase.
  • Pastorale Standards
    Festlegen der pastoralen Grundlagen, die von hauptamtlichen Mitarbeiter/innen im Raum sichergestellt werden: verbindliche Handlungsfelder und Gestaltungsräume.
  • Kirche und Gesellschaft
    Bedingungen und Möglichkeiten beschreiben, damit Kirche als relevanter Partner in der Gesellschaft wahrgenommen wird (ländliche und städtische Kontexte, Orte kreativer Begegnung).

Projekte, die bereits im Bischöflichen Ordinariat angestoßen wurden oder noch in der Caritas etabliert werden, aber einen inhaltlichen Bezug oder Auswirkungen auf GKS haben, brauchen eine Schnittstelle zu diesem Programm. Dies sind die Fragen, wie Gremien in neuen Räumen aussehen, wie mit der Vielzahl an Immobilien in Zukunft umgegangen werden kann, die Frage nach alternativen Trägermodellen in Kindertagesstätten und wie eine die Arbeit unterstützende IT-Ausstattung in den Räumen und für pastorale Mitarbeiter/-innen aussehen kann und finanzierbar ist.

6. Projekte, die in diesem Jahr priorisiert angegangen werden, sind:

  • Auftrag und Selbstverständnis von Kirche im Bistum Würzburg,
  • Dekanate,
  • Pastorale Räume,
  • und die Frage nach den Gremien,
    da die nächste Pfarrgemeinderatswahl 2022 ansteht.

Domkapitular Christoph Warmuth, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge

Monika Albert, Referentin in Gemeindeentwicklung und pastorale Konzeption

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