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Im Bistum ganz oben

Antrittsbesuch von Bischof Jung auf dem heiligen Berg der Franken – Feierlicher Gottesdienst zum Fest Kreuzerhöhung am Freiluftaltar – Vier Gruppen von Fußwallfahrern und zahlreiche Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem feiern mit

Kloster Kreuzberg (POW) Rund 1000 Gläubige haben mit Bischof Dr. Franz Jung am Samstag, 15. September, einen Pontifikalgottesdienst auf dem Kreuzberg in der Rhön gefeiert. Dekan Dr. Andreas Krefft begrüßte den Bischof „im nördlichsten Teil, am höchstgelegenen Wallfahrtsort und am geographisch höchsten Punkt des Bistums Würzburg“. Nach dem feierlichen Gottesdienst und einer eucharistischen Prozession um das Kloster nutzten zahlreiche Menschen aus den Dekanaten Hammelburg, Bad Kissingen und Bad Neustadt die Gelegenheit für einen kurzen persönlichen Austausch mit ihrem Bischof. Der Besuch schloss nach der Bischofsweihe Jungs am 10. Juni den Reigen von Begegnungen des neuen Bischofs mit den Gläubigen seines Bistums ab.

Bei frischen Morgentemperaturen begrüßte Dekan Krefft zu Beginn des Gottesdienstes den Würzburger Bischof zu seinem ersten Besuch auf dem heiligen Berg der Franken. Die Menschen der Region freuten sich, „dass Sie sich die Ehre geben. Das Warten hat sich gelohnt, denn Sie kommen am Fest Kreuzerhöhung, das hier auf dem Kreuzberg schon seit jeher einen besonderen Stellenwert hat“, sagte Krefft zu dem besonderen Gast. Er lud den Bischof ein, unter der manchmal etwas ruppig wirkenden Schale das große Herz der Rhöner Menschen zu entdecken. Unter den Gottesdienstbesuchern waren auch Abordnungen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem aus den Komtureien Bamberg, Frankfurt/Main, Fulda, Walldürn und Würzburg, sowie Fußwallfahrergruppen aus Esselbach, Oberbach, Schönau und Wildflecken. Die Politik war unter anderem durch Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner, die Landräte Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld) und Thomas Bold (Bad Kissingen) sowie Bürgermeister umliegender Ort vertreten. Als Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche nahmen Kirchenrat Andreas Werner und Fritz Schroth, Gründer und langjähriger Leiter des christlichen Tagungs- und Erholungszentrums Hohe Rhön, teil. Eine große Zahl von Seelsorgerinnen und Seelsorger aus der Region begleiteten den Bischof beim Ein- und Auszug zum Freialtar vor der Kirche.

In seiner Predigt blickte Bischof Jung auf die besondere Bedeutung, die das Kreuz im Leben des heiligen Franz von Assisi hatte. Viel Zeit habe der Heilige im Gebet vor dem Kreuz der Kirche von San Damiano verbracht. Glaube, Liebe und Hoffnung habe er sich dort von Gott erbeten. „Sein Gebet wurde erhört. Er vernahm Jesu Auftrag: ‚Bau meine Kirche wieder auf!‘“ Anfangs habe Franziskus diesen Auftrag wörtlich verstanden und sich um verfallene Gotteshäuser gekümmert. Erst später sei ihm aufgegangen, dass diese Aufforderung weit umfassender war: Bei einer Begegnung mit einem Aussätzigen steigt Franziskus von seinem Pferd, umarmt und küsst den Mann. „Was ihm bis dahin unannehmbar schien, wird ihm durch den Blick auf den gekreuzigten Herrn möglich. Das Bittere verwandelt sich in Süßes.“ Franziskus habe erkannt, dass durch sein eigenes Leid am Kreuz Jesus den Menschen annehme in all seiner Krankheit und Verlorenheit.

Dieses Gnadengeschenk der Erkenntnis hat nach den Worten des Bischofs eine weitere Steigerung erfahren: „Zwei Jahre vor seinem Tod erhält Franziskus die Wundmale Jesu. Diese Botschaft will jeden Christen anrühren: Hat Dich das Evangelium im Innersten berührt?“ Bischof Jung sagte, Katholiken seien in diesen Tagen besonders verbunden mit den Menschen, die in der Kirche Missbrauch erlebt haben, „die sich jahrelang allein gelassen, verloren, beschämt gefühlt haben, die nie den Mut hatten, darüber zu reden. Spüren wir überhaupt dieses Leiden und wie gehen wir damit um?“ (siehe eigener Bericht). Das auf den 15. September fallende Gedenken an die Schmerzen Mariens ergänze hervorragend das Fest Kreuzerhöhung des Vortags, erklärte der Bischof weiter. „Sie war der Mensch, der die Schmerzen Jesu am Kreuz mit ihm erlitten hat, sie hat dort mit ihm gebetet. Sie ist Fürsprecherin für die Erneuerung der Kirche.“

Für die Laien der Region begrüßte Andreas Wacker, Dekanatsratsvorsitzender des Dekanats Hammelburg, den Bischof in der Rhön. „Wir sind unser sehr bewusst, dass die Erwartungen an Sie, was die Pastoral der Zukunft und damit Zukunft der Gemeinschaft der Christen in der Diözese anbetrifft, möglicherweise so hoch sind wie der Kreuzberg und dass sie auf Ihren Schultern auch so lasten wie der Querbalken des Kreuzes, das seit Jahrhunderten hier Symbol des heiligen Bergs der Franken ist.“ Der Berg zeige aber auch, man könne immer wieder aufstehen und unter dieser Last Schritt für Schritt ans Ziel gehen. Seelsorge werde durch die größeren Räume herausfordernder. Es müsse daher das Ziel aller Christen sein, Gemeinde in der Gegenwart modern zu gestalten und die Priester nicht zu überlasten. Dafür seien die Laien bereit. Vom Bischof erwarteten diese sich umgekehrt, dass er den Glauben verständlich ins 21. Jahrhundert übersetze und Entscheidungen mit Augenmaß und Barmherzigkeit treffe. Kirche müsse wieder zu dem Vertrauensraum werden, der sie gemäß der Botschaft Jesu sein müsse.

„Wir freuen uns, dass Sie hier sind und dass Sie unser neuer Bischof sind“, sagte Landrat Habermann. Der Kreuzberg habe schon vor der Christianisierung eine Tradition als Ort der Verehrung gehabt. „Die Menschen haben schon in Urzeiten gemerkt, dass über das Irdische hinaus etwas da ist.“ Seit das Evangelium hier Fuß gefasst habe, sei der Kreuzberg das spirituelle Zentrum der Rhön. „Die Menschen kommen hierher, um Gott und dem Himmel nahe zu sein.“ Besonderen Dank sprach der Landrat den Franziskanern aus, die sich um Bewirtung und Seelsorge aller kümmerten, die auf den Berg kommen. „Und vielleicht nimmt auch bald Papst Franziskus die Einladung hierher an, die der damalige Guardian und ich kurz nach dem Konklave nach Rom geschickt haben.“

Den Dank von Franziskanerprovinzial Cornelius Bohl für den Besuch am Kreuzberg gab der Bischof an diesen und alle, die an diesem Tag den Gottesdienst mitfeierten, zurück. „Das war hier ein sehr freundlicher Empfang“, sagte Bischof Jung am Ende der Liturgie. Mehr als anderthalb Stunden nahm er sich danach Zeit, durch die Räume der Klostergastronomie zu gehen und sich mit den Wallfahrern zu unterhalten. „Der gefällt uns gut“, lautete hinterher – stellvertretend für viele – das einhellige Urteil von Pilgerinnen aus Schönau und Weisbach.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdiensts sorgten Regionalkantor Peter Rottmann mit einem großen Chor mit Sängerinnen und Sängern der Kirchenchöre aus Bad Brückenau, Bad Kissingen Bad Königshofen, Bad Neustadt-Mariä Himmelfahrt und -Sankt Konrad, Hammelburg, Mellrichstadt, Münnerstadt, Nüdlingen und Sandberg. Instrumental wurden diese von Dekanatskantor Matthias Braun an der Orgel, dem Blechbläserquartett der Musikakademie Hammelburg, den Kreuzberg-Musikanten und der Musikkapelle Schönau begleitet.

mh (POW)

(3818/0936; E-Mail voraus)

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